Fitness für die Jüngsten – Begeisterung für Sport wecken

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Sobald der Nachwuchs seine ersten Schritte geht, beginnt die Zeit mit deutlich mehr Bewegung. Kinder sind von Natur aus mit einem Bewegungsdrang ausgestattet, der sie schier unermüdlich toben lässt. Während Erwachsene das Rennen und Toben eher als Zeitvertreib wahrnehmen, ist es in Wirklichkeit ein wichtiger Prozess in der Entwicklung. Kinder toben nicht aus Langeweile, sondern weil es ihnen schlicht weg Freude bereitet. Das Adrenalin wird ausgeschüttet und gleichzeitig Glückshormone. Eine wunderbare Kombination für das Wohlbefinden und ein echter Booster für das Immunsystem. Nun liegt es wahrlich mit an den Eltern, ob die eigenen Kinder die Leidenschaft für Bewegung beibehalten oder schnell wieder ablegen.

Vorab sei allerdings noch erwähnt, dass es natürlich Ausnahmen gibt und einige Kinder deutlich weniger Freude am Rennen haben, wie andere. Wichtig ist dann allerdings, dass sich diese Kids anderweitig bewegen und fit bleiben.

Vereinssport schon im Kleinkindalter?

Wer sich als Eltern die Frage stellt, wann ein guter Zeitpunkt für den Einstieg in ein aktives, sportliches Vereinsleben gekommen ist, dann lautet die Antwort: ab den dritten Lebensjahr sind Kinder weit genug entwickelt und in der Lage erste Schritte im Vereinssport zu wagen. Eine Spezifizierung braucht es in dem Alter allerdings noch nicht geben. Es ist in diesem Alter einfach nur wichtig, eine gewisse Begeisterung zu wecken und den Kindern das Gefühl geben, dass sie das richtig gut machen.

Was sollten Trainer können?

Ein Kleinkindertraining steht und fällt mit dem Trainer. Es bedarf einiges an Einfühlungsvermögen und einer Brise guten Humor, um den Nachwuchs bei Laune zu halten. Denn lernen sollen die Kleinen natürlich auch schon etwas. In diesem Alter sind erste Grundlagen der Erwärmung und verschiedene Laufübungen ideal. Wer von Anbeginn lernt, wie wichtig eine gute Erwärmung ist, wird es künftig als selbstverständlich ansehen und anwenden können.

Für diese Altersklasse jedoch braucht der Trainer eine ordentliche Portion an Fantasie. Mit stupiden Fachbegriffen kommt man da nicht weit. Da verlieren die Kids schnell das Interesse und das Gegenteil wird erreicht.

Hier ein paar coole Beispiele:

  1. Armkreisen macht doppelt so viel Spaß, wenn es Flügel werden und man erst einmal auf einen Zauberberg fliegt, um dort die Aussicht zu genießen.
  1. Armkreisen rückwärts fetzt, wenn man sich einfach vorstellt im Wasser von einem Hai verfolgt zu werden.
  1. Die Dehnungsschritte funktionieren natürlich nur, wenn zuvor unter die Sohlen etwas Zauberkleber angebracht wird, damit die Füße wirklich einen festen Stand behalten.

Zudem lassen sich im Kleinkindertraining sehr gut grundlegende Dinge vermitteln. Zum Beispiel der Unterschied zwischen links und rechts. Das ist dann wichtig, wenn es heißt, die Kids sollen alle auf dem linken Bein hopsen. Lustige Wortspiele, wie beispielsweise: „Mit der Rechten fechten, mit der Linken winken.“ bringt die Kinder zum lachen und sie merken sich schneller, welche Hand links und welche Hand rechts ist. Denn mit der Linken winken wir und mit der Rechten fechten wir.

Abschließend sind es die klassischen Spiele, wie Feuer, Wasser, Sand oder Hase und Jäger, die für Begeisterung sorgen. Denn das ist letztendlich das wahre Ziel in diesem Alter: Freude an der Bewegung. Hier geht es bei weitem noch  nicht darum, sich auf einen Leistungssport zu konzentrieren, sondern vielmehr die Grundlagen zu legen. Später können die Kinder selbst entscheiden, in welche Richtung ihr künftiger Sport sie führen mag.

Gut, aktuell lässt sich das alles nicht wirklich umsetzen, aber es bleibt die vage Hoffnung, dass sich doch noch alles zum Guten wendet und vor allem die Kinder wieder Sport treiben dürfen. Bis dahin können sich Mama und Papa mit anderen Dingen beschäftigen und sich beispielsweise Cannabis Samen kaufen, die aktuell als Superfood angesehen werden. Das ist selbstverständlich nichts für die Kleinen, aber das Thema gesunde Ernährung geht mit einem Schulterschluss des Sports.

Übrigens können Eltern in diese Zeit mit den Kindern auch ein wenig Sport treiben. Und wenn es nur ein paar Wettläufe sind, eine Klettertour durch den Wald oder eine nette Rundfahrt mit dem Rad. Es müssen keine Kilometer gezählt werden, sondern nur die schönen Momente, wenn man sich zusammen ein wenig fit hält.

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